Premiumwerbung
Premiumwerbung
Premiumwerbung

Derzeit wird der Wasserstoff in Hohenwart noch per Lkw zur Anlage transportiert, perspektivisch erfolgt die Erzeugung direkt vor Ort © ESB

Kunden entscheiden sich dauerhaft für Heizen mit Wasserstoff

Deutschlands erstes Wasserstoffnetz mit CE-zertifizierten Wasserstoffthermen im Regelbetrieb

Energie Südbayern (ESB) und Energienetze Bayern setzen im oberbayerischen Hohenwart bundesweit neue Maßstäbe für die Wärmeversorgung der Zukunft: Das Pilotprojekt H2Direkt geht in den Regelbetrieb über. Mit den deutschlandweit ersten Wasserstoff-Lieferverträgen für Privatkunden unterstreicht die ESB ihre Vorreiterrolle beim Umbau bestehender Erdgasnetze hin zu einer klimaneutralen Infrastruktur und damit zur Entwicklung einer regionalen Wasserstoffwirtschaft.

Bereits 2023 startete „H2Direkt“ als Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Leitprojekts TransHyDE, an welchem neben den beiden genannten Unternehmen auch die Thüga AG beteiligt war. Erstmals wurde ein bestehendes Erdgasnetz mit geringem technischem Aufwand auf 100 Prozent Wasserstoff umgestellt. Seither versorgt das Netz zehn Haushalte und einen Gewerbekunden zuverlässig. Dabei liefen die vom Projektpartner Vaillant bereitgestellten Wasserstoffthermen während der rund zweieinhalbjährigen Pilotphase stabil und sicher – auch in den kältesten Wintermonaten.

Damit ist klar: Bestehende Gasinfrastruktur kann Wasserstoff. Hohenwart zeigt, wie die sichere und praxisnahe Transformation bestehender Gasinfrastruktur hin zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung konkret aussehen kann.

Vom Pilotprojekt zum Leuchtturm der Gas- und Wasserstoffwirtschaft – der bundesweit erste Wasserstoff-Liefervertrag für Privatkunden

Mit Ende des Förderzeitraums 2025 wurde aus dem Pilotprojekt gelebtes Tagesgeschäft. Die ESB-Unternehmensgruppe führt das Projekt unter dem Namen „H2Dahoam“ weiter. Ausschlaggebend waren neben den positiven technischen Erkenntnissen und dem guten Feedback der beteiligten Installateursbetriebe auch die hohe Zustimmung der teilnehmenden Kunden sowie die breite Unterstützung aus der Kommunalpolitik – ein starkes Signal für die Skalierbarkeit des Modells. „Vor allem die hohe Zufriedenheit sowie der klare Wunsch der angeschlossenen Haushalte, das Projekt fortzusetzen, haben uns in unserer Entscheidung bestärkt“, sagt Marcus Böske, Sprecher der ESB-Geschäftsführung. „Das positive Feedback unserer Kundinnen und Kunden ist sicher auch auf das sehr komfortable Heizen mit Wasserstoff im Alltag zurückzuführen.“

Es wurden mit neun Haushalten und dem Gewerbekunden aus der Förderphase Wasserstoff-Lieferverträge geschlossen – eine bundesweite Premiere. Auch von der Herstellerseite gibt es Rückenwind: Vaillant hat die in der Pilotphase eingesetzten Feldtestgeräte durch Serien-Brennwertgeräte des Typs ecoTEC plus VC ersetzt. Mit speziellen Umrüstkits von Vaillant können diese mit 100 Prozent Wasserstoff betrieben werden.

Nächste Ausbaustufe in 2027: Grüner Wasserstoff regional erzeugt

Noch wird der benötigte Wasserstoff per Lkw-Trailer angeliefert. „Wir wollen in Hohenwart Sommersonne in Winterwärme verwandeln. Das gelingt nur mit speicherfähigen und klimaneutralen Gasen wie Wasserstoff.“ führt Marcus Böske das Ziel weiter aus. Ab 2027 soll der Wasserstoff in Hohenwart direkt vor Ort erzeugt werden. Geplant sind ein Elektrolyseur, ein Wasserstoffspeicher sowie in einem zweiten Schritt eine PV-Freiflächenanlage.

Perspektivisch soll das kleine Netz auf weitere Teile des Gemeindegebiets ausgeweitet werden. Dieses Potenzial spiegelt sich ebenfalls in der kommunalen Wärmeplanung Hohenwarts, in welcher Flächen als mögliche Wasserstoffversorgungsgebiete ausgewiesen sind. Hinzu kommt: Künftig wird Hohenwart am deutschen Wasserstoff-Kernnetz liegen – die Voraussetzungen, um aus einem Vorreiterprojekt ein skalierbares Zukunftsmodell über die Region hinaus zu entwickeln, sind also gegeben.

Quelle: www.esb.de

Pressemitteilung veröffentlicht am 16.06.2026 in News, Wasserstoff.
Schlagwörter: