igus treibt die Vision einer nachhaltigen urbanen Mobilität weiter voran. Auf der Eurobike Messe stellt das Unternehmen erstmals eine elektrische Variante seines igus:bikes vor und reagiert damit auf die wachsende Nachfrage nach wartungsarmer E‑Mobilität in Städten. Das Vorgängermodell hat seine Robustheit bereits 1,5 Jahre auf einer Welttournee bei Wind und Wetter unter Beweis gestellt. Das bewährte Kunststofffahrrad wurde kontinuierlich weiterentwickelt und bildet die Grundlage für das neue elektrische Fahrrad. Es besteht wie das igus:bike zu 50 Prozent aus recycelten Fischernetzen und bietet Menschen die Möglichkeit, Umweltschutz und eine wartungsarme urbane Mobilität zu vereinen. Und das zu einem überschaubaren Preis von 2.500 Euro.
Verstopfte Straßen und schlechte Luft: Immer mehr Menschen wollen ihr Auto in den Städten stehen lassen und auf das Fahrrad umsteigen, um schneller von A nach B zu kommen und CO2-Emissionen zu reduzieren. Rund jedes zweite neu gekaufte Fahrrad in Deutschland ist inzwischen ein E-Bike, zeigt eine Marktanalyse der Unternehmensberatung EY. „Wir sind überzeugt davon, ein E-Bike auf den Markt zu bringen, das nicht nur besonders langlebig ist, sondern konsequent im Kreislauf gedacht wird. Mit der elektrischen Variante unseres igus:bikes geben wir eine klare Antwort auf die steigende Nachfrage“, sagt Jens Boldt, Leiter des Geschäftsbereichs igus:bike bei igus. Beflügelt sind Boldt und sein Team von der igus:bike Welttournee, die das Fahrrad durch 25 Länder führte. Das Kunststofffahrrad hat knapp 6.000 Kilometer zurückgelegt und in verschiedenen Klimazonen bei Wind und Wetter seine Beständigkeit unter Beweis gestellt. „Die Tour hat uns wertvolle Erkenntnisse geliefert. Viele Komponenten haben ihre Robustheit bereits unter realen Bedingungen im Alltag bewiesen. Diese Erfahrungen sind direkt in die Entwicklung des E-Bikes eingeflossen. Diese laufenden Praxiserfahrungen nutzen wir, um sowohl das igus:bike als auch das E-Bike kontinuierlich weiterzuentwickeln. Alle Komponenten werden zudem vor dem Einsatz ausgiebig in unserem hauseigenen Testlabor geprüft“, erklärt Jens Boldt.
Das neue E-Bike ist zu 50 Prozent aus Kunststoff gefertigt, vom Fahrradrahmen über die Laufräder und die Sattelstütze bis hin zum Lenker. Metall kommt nur dort zum Einsatz, wo es technisch aktuell noch notwendig ist, etwa bei der Federgabel, den Bremsscheiben und Bremszügen. Konzipiert ist das igus E-Bike für den Stadtverkehr: Das Singlespeed-E-Fahrrad wiegt rund 20 kg und arbeitet mit einem 60 Nm-Hinterradmotor und einem Zahnriemen aus Carbonfasern und Kunststoff. Der Akku ermöglicht eine Reichweite von bis zu 120 km. Die Serienproduktion startet im dritten Quartal 2026. Erhältlich ist das igus E-Bike dann für rund 2.500 Euro. igus plant zudem eine nicht-elektrifizierte Variante mit Acht-Gang-Nabenschaltung.
Rund ein Drittel des weltweiten Plastikmülls in den Meeren besteht laut Umweltschutzorganisation WWF aus Fischereigeräten wie Netzen und Tauen. Um dieses Müllaufkommen zu reduzieren, arbeitet igus bei der Produktion des igus:bikes mit einem belgischen Partner zusammen. Er sammelt verlorene Netze von Fischerbooten in Küstennähe auf, reinigt diese und verarbeitet sie zu einem Kunststoffpulver. „Unsere Materialwissenschaftler haben es geschafft, dass 50 Prozent des Kunststoffs für Fahrradrahmen aus diesem Recyclingmaterial bestehen können“, sagt Jens Boldt. Für die Herstellung nutzt igus ein spezielles Verfahren, welches schon beim Vorgänger zum Einsatz kommt und mit dem sich nahtlose und robuste Hohlkörper fertigen lassen. „Wir haben das Verfahren allerdings derart verfeinert, dass nun eine höhere Steifigkeit des Rahmens möglich ist. Dadurch konnten wir die Wandstärken reduzieren und das Rahmendesign wesentlich schlanker gestalten.“ Charakteristisch ist dabei die neue Konstruktion mit Sitz- und Kettenstreben auf beiden Seiten, die dem orange-schwarzen Fahrrad eine markante Optik verleiht. Weitere Komponenten wie Sattelstützen und Lenker fertigt igus im Spritzgussverfahren.
Sind Menschen in der Stadt unterwegs, bleibt das Fahrrad oft im Regen stehen, etwa während des Einkaufs im Supermarkt. Dann passiert es oft, dass Komponenten wie Kette, Sattelstütze, Speichen und Schweißnähte am Rahmen rosten. Die Folge: Besitzer müssen Teile aufwendig reinigen, regelmäßig warten oder sogar komplett ersetzen. Gerade bei hochwertigen Fahrrädern oder E-Bikes kann das schnell teuer werden. „Das igus:bike hingegen ist nahezu wartungsfrei“, betont Jens Boldt. Es kann jahrelang im Regen stehen, ohne zu korrodieren. Zudem verursacht es an den Lagerstellen keinen Wartungsaufwand. igus verwendet schmierfreie Gleitlager aus Hochleistungskunststoff, unter anderem an Bremshebeln, Pedalen und Dämpfern. Sie ermöglichen dank integrierter, mikroskopisch kleiner Festschmierstoffe einen dauerhaft reibungsarmen Trockenlauf ohne Schmieröl.
Quelle: www.igus.de